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SkiArena Andermatt-Sedrun: Bewilligungen erteilt – Intensive Bausaison 2016   -   22.08.2016

Das Projekt der Skigebietsverbindung zwischen Andermatt und Sedrun nimmt einen weiteren grossen Schritt. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat der Andermatt-Sedrun Sport AG die Baugenehmigung für die Gondelbahn und die nächsten beiden Sesselbahnen erteilt. Ebenfalls eingegangen ist die Bewilligung für die 1. Etappe der neuen Pisten und Beschneiungsanlagen sowie der Infrastrukturversorgung.

 

Nachdem gegen die Sesselbahnen keine Einsprachen eingegangen sind, wird momentan die Sechser-sesselbahn Unter Stafel – Gütsch realisiert. Sie ersetzt den Skilift Grossboden, der bereits rückgebaut wurde. Die Arbeiten für die Stationsgebäude und Masten-Fundamente schreiten dank der guten Witterungsbedingungen rasch voran, so dass die Bahn auf die kommende Wintersaison 2016/17 in Betrieb genommen werden kann. Damit schreitet die Modernisierung der SkiArena Andermatt-Sedrun planmässig voran.

 

Der Bau der neuen Sechsersesselbahn Hinter Bördli – Strahlgand ist aufwendig – es gilt umfangreiche Vorbereitungsmassnahmen zu treffen. Insbesondere müssen vorgängig über die neuen Pisten die Zufahrten zur Berg- und Talstation mit den notwendigen Infrastrukturleitungen erstellt werden. Erst danach ist der eigentliche Bau der Sesselbahn möglich. Die Vorbereitungsarbeiten sind im Gang, die Sesselbahn wird aber erst im nächsten Jahr fertig gestellt.

 

Schon in diesem Herbst fertig gestellt wird die Sechsersesselbahn vom Oberalppass zum Calmut. Mit den Vorbereitungen für deren Bau wurde bereits im letzten Herbst begonnen. Unmittelbar nach Saisonende wurde dann der alte Skilift rückgebaut, wodurch die Neubauarbeiten zügig vorangehen konnten. Dieser Tage wurden die Masten mit einem Schwerlasthelikopter ins Gelände geflogen. Die Einweihung der Sesselbahn ist auf den Saisonstart im Dezember 2016 geplant.

Parallel dazu werden auch die Beschneiungsanlagen der Talabfahrt am Gemsstock und im Raum Tiarms-Calmut-Oberalppass realisiert. Damit kann ab nächsten Winter die Sedruner-Seite von Dieni bis zum Oberalppass durchgehend technisch beschneit werden. Soeben eingetroffen sind die letzten ausstehenden Genehmigungen, jene für die Gondelbahn Andermatt – Nätschen – Gütsch sowie für die Personenunterführung zur Talstation Andermatt. Mit dem Bau kann aber erst nach Ablauf der 30-tägigen Einsprachefrist begonnen werden. Ausgenommen sind Vorbereitungs- und Infrastrukturarbeiten, für welche das BAV einen sofortigen Arbeitsbeginn bewilligt hat. Es ist geplant, die Arbeiten für die Talstation beim Bahnhof Andermatt und die Bergstation Gütsch, einen Teil der neuen Personenunterführung zur Talstation sowie Teile des Pumpenhauses Oberalpsee, der Pisten und der Beschneiungsanlagen noch in diesem Jahr zu beginnen.

Damit wird im kommenden Herbst an zehn verschiedenen Baustellen gleichzeitig für die Skigebietsverbindung gearbeitet.

 

Das Gesamtprojekt der Skigebietsverbindung Andermatt-Sedrun umfasst den Bau von insgesamt 14 Transportanlagen, davon 10 Anlagen in der ersten (4 Neubauten, 5 Ersatzanlagen und 1 Umbau) und 4 Anlagen in der später folgenden zweiten Etappe (3 Neubauten, 1 Ersatzanlage). Gleichzeitig werden auch die Beschneiungsanlagen, Pisten und Restaurants ausgebaut.

 

Für die erste Etappe werden rund 130 Mio. Franken investiert. An diesen Investitionen, die zum grössten Teil von Samih Sawiris getragen werden, beteiligen sich die Kantone Graubünden und Uri mit rückzahlbaren und verzinslichen Fördergeldern der Neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP) in der Höhe von 40 Mio. Franken. Zudem bezahlen die Kantone Uri und Graubünden 5 respektive 3 Mio. Franken als A‑fonds-perdu-Beiträge. Das Projekt ist ein wichtiger Impulsgeber für Urseren und die Surselva, und es trägt wesentlich zur wirtschaftlichen Stärkung des Gotthardraumes bei. Aus diesem Grund haben Samih Sawiris und die Verantwortlichen der SkiArena Andermatt-Sedrun neulich Vertreter der beiden Kantonsregierungen über die aktuelle Entwicklung informiert.